Sozio-kulturelle Informations- und Kommunikationstechnologie

Nutzung neuer Informationstechnologien sowie vernetztes Arbeiten gehören bereits zu alltäglichen Werkzeugen sozio-kultureller Tätigkeitsfelder in der Pädagogik, in der sozialen Arbeit, in der Beratung, in künstlerischen Prozessen, in der offenen Kulturarbeit, im Sozialmanagement, in der Projektarbeit.

Komplexe Informations- und Kommunikationsprozesse sind sozio-technische Anforderungen, die von Teams und Organisationen bewältigt werden müssen:

  • Informationssysteme
  • Kommunikationssystem
  • Kollaborative Systeme
  • Betriebswirtschaftliche Systeme

IT-Systeme werden oft zu teuer angeschafft, MitarbeiterInnen zu wenig geschult, die Prozesse nicht optimiert. Wir vermitteln die Schnittstelle zwischen notwendiger technologischer Anwendung und sozialen Kompetenzen.

Ziele der Weiterbildung sind Kooperation und Vernetzung im Bereich sozio-kultureller-ITK zu fördern, einfach nutzbare und kostengünstige Instrumente zur Verfügung zu stellen und die TeilnehmerInnen auf diese Themen zu sensibilisieren:

Die Weiterbildung will aus pädagogisch, sozial und kulturell Tätigen keine IT-SpezialistInnen machen. Sozio-kulturelle ITK muß aber mit Informatik kooperieren und ihre Sprache verstehen lernen. Gerade die sozio-kulturelle Arbeitswelt tritt dem Spezialistentum immer skeptisch aber offen gegenüber. Kollaboratives Arbeiten erleichtert Projekte und senkt Kosten bei der Implementierung. Dazu ist aber internes Fachwissen und vernetzte Auseinandersetzung sinnvoll, um nicht fremdem Expertentum ausgeliefert zu sein.

 ITK ist eine komplexe Mischung aus:

  • sozialen,
  • kreativen,
  • wissensorientierten,
  • bastlerischen und
  • ingenieurmäßigen Anteilen.

Um ein komplexes System verstehen zu wollen sind sowohl für IT-ExpertInnen wie auch für AnwenderInnen aus unterschiedlichen Dienstleistungsbereichen Kompetenzen in all diesen Teilbereichen notwendig, um Barrieren und Widerstände zu überwinden.

 Dazu zählen:

  • kulturelle Barrieren,
  • technische Barrieren und
  • Kommunikationsbarrieren
  • Prozessbarrieren

Zielgruppen:

  • AnwenderInnen sozialer IT
  • LeiterInnen
  • Kommunikations- und Prozessverantwortliche
  • KünstlerInnen im sozialen Raum
  • BeraterInnen
  • Interessierte an Informations- und Kommunikationstechnologie
  • IT-Verantwortliche

Weiterbildungsebenen

  1. Seminare und Workshops
  2. Werkstatt: Projektarbeit und Projektbegleitung
Die Weiterbildung beinhaltet einen Einführungsworkshop sowie 6 Module
  1. Von der Konsumation zur Kollaboration
  2. Softskills für Software: Systemisch Denken - vernetzt Arbeiten
  3. Projekt- und Wissensmanagement als organisationales Lernen
  4. Bastlerisches Paradigma - Ingenieurtum
  5. Webanwendungen
  6. Soziale IT und rechtliche Grundlagen: Datenschutz, Elektronische Verwaltung und Demokratie, GenderScripts, barrierefreies Web, Diversity, Accessibility und Usability im Web, IT-Verträge, Freie Software, Lizenzen wie GPL  und CC, Urheberrecht im web, Sicherheit und Datenschutz
Werkstatt:
Zum Abschluß muß jede/r Absolventin ein organisationsrelevantes ITK-Projekt realisieren und dokumentieren.
  • Projekt und individuelle Projektberatung
  • Le@rn-Community mit WikiWikiWeb
  • Jede/r TeilnehmerIn erhält einen Laptop mit umfassender Software, der in den Lehrgangskosten inkludiert ist

Kosten

€ 2.500.- inkl. 20% MwSt. und Laptop mit Software

Diese Weiterbildung ist eine Kooperation von AKUS - ARGE für Kunsttherapie und Supervision und sozialbricolage.org

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